Der Split Apple ist eine der wenigen Ausnahmen, bei denen ich zuerst am Ort war und dann die Postkarte entdeckte und kaufte. Dementsprechend stimmen die beiden Bilder nicht unbedingt überein.
Leider konnte ich vor Ort die genaue Perspektive nicht detektivisch aufspüren, denn die Postkarte erstand ich erst später in Hokitika. Dennoch fand sich unter meinen bereits aufgenommenen Bildern eine Fotografie, die der Postkarte sehr nahe kommt. Ich ließ den tapferen Kayakfahrer im Panorama, denn ich bewunderte seine Ausdauer, am Strand hin und herzufahren bei diesem grauen und kalten Wetter.
Entgegen meinen Erwartungen war das Wetter im Abel Tasman National Park alles andere als sommerlich warm und sonnig. Es regnete viele Tage und irgendwann hielt ich es nicht mehr im Camper aus. Sobald es etwas weniger tröpfelte, machte ich mich auf, die Gegend zu erkunden. Daher gibt es aus dieser Zeit wenige Bilder mit strahlend blauem Himmel oder orangeroten Sonnenuntergängen. Doch auch die tiefhängenden Wolken und die blassblaue Silhouette der Berge im Hintergrund des gespaltenen Felsen besitzen eine besondere Stimmung, oder?




2 Antworten zu „Postcard vs. Reality – Split Apple“
[…] auch schon beim Split Apple erwähnt, war das Wetter bei meinem Besuch in der Golden Bay (eigentlich berühmt für die Menge an […]
[…] Die nächsten zwei Tage waren grau und es regnete ununterbrochen. Ich verabschiedete mich von Furkhan, suchte mir einen Campingplatz so nah wie möglich am Abel Tasman National Park und hoffte auf einen Wetterwechsel. So landete ich in einem christlichen Camp, das wirklich gut ausgestattet war mit Wohnzimmer, Küche und einem Sanitärtrakt, in dem ständig 50er Jahre Musik lief. Am ersten Abend lernte ich ein Paar Ü30 kennen – das ist selten in Neuseeland, die meisten sind gerade mal 20 – Michael und Natalie aus Köln, die eine Weltreise unternahmen und nun in Neuseeland Station machten. Den zweiten Tag verbrachte ich die meiste Zeit im Camper, schaute Filme auf meinem Tablet und brachte den Regentag einfach rum. Am dritten Tag hielt ich es nicht mehr aus. Ich wollte nicht eine ganze Woche am gleichen Ort verbringen, nur weil das Wetter so ungnädig war. Ich fuhr zum Split Apple und verfolgte mein Fotoprojekt. […]