Auckland liegt auf fast fünfzig schlafenden Vulkanen. Sie entstanden während eines Krieges zwischen zwei Feenvölkern der Gegend und was war der Auslöser? Natürlich eine Frau und eine verbotene Liebe.
In den Waitakere Ranges westlich von Auckland lebte vor Zeiten ein Feenvolk, in der Sprache der Maori Turehu genannt. Zusammen mit dem Feenvolk der Hunua Ranges verließen die Stämme von Zeit zu Zeit die Hügel und Wälder und wanderten Richtung Meer. Während einer dieser Wanderungen traf eine Tochter des Anführers der Hunua Ranges, Hinemairangi, einen der Söhne der Waitakere Ranges, Tamaieria. Nach einigem schüchternen Flirten verliebten sich die beiden ineinander und Tamaieria überredete Hinemairangi mit ihm durchzubrennen. Zusammen gingen sie nach Hikurangi, dem höchsten Punkt der Waitakere Ranges, wo Tamaierias Volk wohnte. Doch das löste einen erbitterten Krieg aus. Der Anführer der Hunua Leute wollte seine Tochter zurückfordern und rückte mit seinen Kriegern heran. Doch die Priester der Waitakere Ranges waren stärker. Sie sangen und baten um höheren Beistand und als Folge wurden die Hunua Leute immer langsamer, bis sie sich schließlich kaum noch bewegen konnten. Je schwächer die Hunua wurden, desto stärker wurden die Waitakere und die Erde fing zu brodeln an. Lavafontänen durchbrachen die Erdkruste und Rauch und Dampf verdeckte die Sicht. Als sich die Luft schließlich klärte, gab es in der Ebene zwischen den Waitakere Ranges und der Küste zahlreiche frische Vulkane und Krater und die Hunua waren verschwunden.
Die Gegend ist erst 150.00 Jahre alt und Rangitoto, eine der Inseln nahe Auckland, entstand vor ca. 600 Jahren. Somit gehört Auckland zu den vielen vulkanisch aktiven Gegenden Neuseelands. Die lokalen Maori opferten daher häufig dem Vulkangott, um ihn zu beruhigen. Einer der Opferorte war und ist Mount Eden oder auch Maungawhau oder Te Ipu a Mataaho genannt, was so viel bedeutet wie die Essensschüssel des Vulkangottes. Am Anfang meiner Reise durch Neuseeland besuchte ich sowohl Mount Eden als auch die Waitakere Ranges.



Eine Antwort zu „Die Vulkane von Auckland oder wie der Liebe die Zerstörung folgte“
[…] alles ehemalige Vulkankegel. Insgesamt sollen es wohl 48 sein. Wie sie entstanden, erzählt eine Legende der Maori, die ich in einer Bibliothek gefunden […]