Die Weide im Lake Wanaka ist eines der beliebtesten und berühmtesten Fotomotive der Gegend, vielleicht sogar Neuseelands. Letztens las ich in einem Artikel, dass diese Berühmtheit dem Baum aber gar nicht gut tut!
Touristen brechen Zweige ab, spannen Slag Lines zwischen dem kleinen Baum und den Pappeln am Strand, um einzigartige Bilder einzufangen.
Hier also meine Bitte: Lasst diesen Baum in Ruhe und bewundert ihn aus der Ferne! Erhaltet ihn für zukünftige Reisende oder auch ein eigenes Wiedersehen in der Zukunft.
Denn eines muss man ihm lassen: Es ist wirklich ein melancholisch, ikonischer Anblick, dieser Baum allein im See und in der Ferne die hohen Berge. Caspar David Friedrich hätte seine Freude an ihm gehabt. Die lokalen Bewohner von Wanaka können die Hype um den einsamen Baum kaum nachvollziehen. Doch greifen Postkarten das Motiv natürlich auf.
So pittoresk wie auf der Karte präsentierte sich mir die Szenerie nicht. Der Wasserspiegel war durch die vergangenen regnerischen Monate gestiegen und ich hatte keine Möglichkeit näher an den Baum heranzukommen. Das Wasser war aufgewühlt und die Sonne stand im Zenit. Die denkbar ungünstigsten Umstände für eine romantische Aufnahme.
Und ein zweites Problem eröffnete sich mir: Wieder einmal war es vor allem die Brennweite des Objektivs, das den größten Unterschied ausmachte. Größer als in den Bildern kann der Unterschied kaum sein!



