Neuseelands Hauptstadt liegt an der Südspitze der Nordinsel und ist der Abfahrtshafen für alle, die mit der Fähre auf die Südinsel wollen. Die Legende um diesen Hafen erzählt von zwei Wasserwesen, die hier einmal gelebt haben sollen.
Wellington Harbour war einmal ein See, der von der Cook Strait durch Dünen und Riffe abgeschottet war. Dieser See beheimatete zwei Taniwha, Wasserwesen der Maori. Die beiden konnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine mit Namen Ngake war rastlos, schwamm den ganzen See ab und besuchte alle Strände und Riffe. Whataitai war faul, lag im flachen Wasser, wo der Hutt River in den See floss, und badete in der Sonne. Ngake fühlte sich gefangen im See uund beschloss zu fliehen. Er versuchte so schnell zu rennen, um über das Riff hinaus den Ozean zu erreichen. Whataitai beobachtete ihn nur. Ngake rannte den See entlang und warf sich gegen das Riff und den Felsen und schob den Felsen vor sich her bis er den Ozean erreichte und die Barriere einstürzte. Nachdem Ngake das geschafft hatte und endlich im Ozean schwamm, ward er nicht mehr gesehen. Kurze Zeit später langweilte sich Whataitai so allein im See und das einst süße Seewasser mischte sich mit dem Salz des Meeres. Whataitai wollte nun auch dem See entkommen und warf sich auf die Felsen. Doch war er langsamer und träger als Ngake und blieb auf dem flachen Stück zwischen See und Meer stecken und starb. Sein Geist verwandelte sich in einen Vogel und flog auf die Spitze des Mount Victoria. Früher war dieser Teil, der heute Miramar heißt, eine Insel und das flache Wasser ein Eingang zum Hafen. Doch bei einem Erdbeben um 1855 hob sich die Erde beträchtlich und seit den 1960er Jahren wird dieser Ort vom Flughafen Wellington genutzt.



Eine Antwort zu „Wellington Harbour oder wie zwei Taniwha das Land umformten”.
[…] Highway 83 kurz vor Duntroon (wenn man von den Bergen kommt). Die Zeichnungen sollen Menschen und Taniwha darstellen und wurden mit rotem Ocker und Vogelfett auf den hellen Sandstein […]