Paekakariki und Wellington – ein buntes Haus und eine Hauptstadt am Meer

Bevor ich meine Reise auf der Südinsel Neuseelands fortsetzte, stand noch eine Autoreparatur an und natürlich Sightsseing in Wellington. Für ersteres fand ich eine Helpx-Familie in Paekakariki, die meine vorerst letzte in Neuseeland sein sollte und mir die Zeit gab für zweiteres zu sorgen.

Der Ort mit dem seltsamen Namen

Zugegeben, selbst nach mehr als einem halben Jahr hatte ich noch immer Probleme die Ortsnamen in Maori richtig auszusprechen oder sie überhaupt auszusprechen. Paekakariki kam mir daher wie ein Zungenbrecher vor. Doch der Ort ist ein Kleinod. Er befindet sich 45 Kilometer nordwestlich von Wellington und schmiegt sich an die Westküste der Insel. Vom Strand aus hat man eine perfekte Aussicht auf die Insel Kapiti, von der aus die legendäre Hinepoupou bis nach Rangitoto auf der Südinsel schwamm. Heute ist die Insel ein Reservat für selten gewordene Vögel.

Und in Paekakariki durfte ich über eine Woche mit Justine und ihren Mädchen zusammen leben. Zusammen ist vielleicht nicht ganz richtig. Als Helpx-Gast wurde mir der Purple Palace zugewiesen. Ein kleiner Bungalow mit allem, was man braucht (außer einer Toilette, doch die war in Arbeit). Dieser Bungalow war das Projekt eines Franzosen und die Idee dahinter ist es, Reisenden eine ausgestattete und preiswerte Unterkunft zu bieten. Hier durfte ich die meiste Zeit übernachten und hatte so meine eigenen vier Wände, was in dem kleinen Haus auf dem Berg schwierig geworden wäre.

Leider hatte ich nur mit dem verlorenen Handy ein paar Fotos vom Purple Palace gemacht und daher keine mehr zur Verfügung. Doch wen es interessiert, der kann mal auf den Blog von Happy Simply schauen und bekommt einen kleinen Eindruck.

Justine lebte hier mit ihren Teenie-Töchtern Pippi (wie Pippi Langstrumpf) und Vita sowie ihrer Lebensgefährtin Danielle, der Hündin Lucy, zwei Katzen und Hühnern in einem bunten Haus, das mich irgendwie sehr an mein eigenes Elternhaus erinnerte. Ich fühlte mich sofort wie Zuhause. In der Küche stapelte sich noch alles Geschirr, das während des Erdbebens Mitte November in Kisten verpackt wurde. Und da Justine den Abstellraum renovieren wollte, war auch dessen Inhalt in Kisten verpackt und dort verstaut, wo sich irgendwie noch Platz fand, etwas chaotisch, doch absolut liebenswert.

Willkommen, unkonventionell, bunt

Justine war eine Mittvierzigerin, die als Vertretungslehrerin in den lokalen Grundschulen arbeitete. Pippi war gerade sechszehn und Vita dreizehn geworden und die Lebensgefährtin lernte ich leider nicht kennen, da sie in der Hawke’s Bay ein Festival vorbereitete. Gleich am ersten Tag durfte ich Justine zu ihrer Arbeit begleiten und mir die Proben für einen Kapa Haka Wettbewerb der regionalen Schulen ansehen. Es war selbstverständlich, dass ich mich an den Rand setzen und das Schauspiel beobachten konnte. Und ein Schauspiel war es wirklich! Als Europäer kennt man Hakas, die traditionellen Tänze der Maori, meist aus Filmen wie Whale Rider oder der Eröffnung eines Rugby Spiels mit der neuseeländischen Mannschaft. Doch auch im Alltag der Kindergärten und Schulen scheint es ein wichtiger Bestandteil zu sein.

Der Kapa Haka ist ein Tanz, den die Teilnehmer in mehreren Reihen hintereinander vorführen. Meist stehen die Mädchen oder Frauen in den vorderen Reihen und die Jungen oder Männer hinten, wobei dies in bestimmten Bewegungsabfolgen auch wechseln kann.

In der Schulvariante wurde gesungen und geklatscht, gestampft und sich gedreht oder mit Pon-Pon ähnlichen Requisiten gewedelt. Es mutete fremd und faszinierend zugleich an und auch wenn es Kinder zwischen sieben und dreizehn Jahren waren, ich bekam eine Gänsehaut! Obwohl die erste Reihe etwas unkonzentriert war. Ich bedankte mich überschwänglich für diesen unmittelbaren Einblick in den Alltag der Kinder und dem kulturellen Erbe. Nach einer kurzen Kaffeepause im Lehrerzimmer verließ ich die Schule und ging ich zurück zum Haus und begann die mir aufgetragene Arbeit im Garten. Diese bestand vor allem aus Bäume beschneiden und mulchen und später den Holzscheitberg vor der Garage wegräumen und die Stücke stapeln. An den Nachmittagen quatschte ich sehr viel mit Justine, unsere Gesprächsthemen waren fast unerschöpflich von Kindererziehung, Psychologie, Schulsysteme, Kunst, Musik und Literatur. Wir schauten zusammen mit Vita einen meiner Lieblingsanimationsfilme – The Song of the Sea – an und erschrak bei einem kleinen Minierdbeben.

Ein Erdbeben muss nicht immer die Stärke des Novemberbebens haben, das Städte und Straßen zerstört, Landmassen anhebt und Menschen aus den Betten wirft. Manchmal ist ein Erdbeben sehr leicht mit dem Betrieb einer Baustelle oder dem Vibrieren einer U-Bahn zu verwechseln, dumm nur, wenn beides nicht in der Nähe ist. Dann kann es doch nur die Erde selbst gewesen sein oder ein Gläschen zu viel am Abend. Die kleine Erschütterung in Paekakariki ließ die Tassen leicht klirren. Ich bemerkte es kaum, doch Justine hielt kurz inne und erklärte dann ganz trocken, „Hast du das gehört? Das war ein Erdbeben.“ und aß weiter.

Sturmfrei

Am Wochenende bekam ich den Auftrag, auf das Haus und den Hund aufzupassen, denn Justine fuhr zu ihrer Lebenspartnerin und die Kinder zu ihrer anderen Mutter übers Wochenende. Das Haushüten gab mir noch einmal den Freiraum, die Werkstattsache zu klären, meine Sachen zu ordnen, Wäsche zu waschen und ein vorerst letztes Mal in einer häuslichen Atmosphäre zu entspannen. Mit Lucy, dem Hund, vetrug ich mich auch sehr gut, auch wenn sie überhaupt nicht auf mich hörte und bei jeder Gelegenheit sich losriß und zu dem Nachbrahund einen Besuch abstatte, wo ich dadurch auch die Nachbarn von Justine gut kennenlernte. Bei einem Strandspaziergang musste ich hinter ihr herrennen, da sie nicht allein zu mir zurückkam, und dabei verlor ich mein neues Handy von Alexia. Damit war ich doch wieder auf meine alte Krücke angewiesen, die zeitweise nicht richtig lud oder sich in den unpassendsten Momenten einfach abschaltete. Aber ich muss gestehen, den Rest der Reise ließ mich das Handy nicht nocheinmal so kollossal im Stich wie in Napier. Die sturmfreie Zeit verbrachte ich mit Zeichnen, Filme schauen – Secret Life of Pets war da recht passend, neben Captain Fantastic und Ein ganzes halbes Jahr –, Lesen und das Weihnachtspaket für meine Familie und Freunde in Europa Vorbereiten.

Am Tag als Justine zurückkam, gab es nochmal zwei kleine Erdbeben. Damit hatte ich insgesamt fünf Erdbeben erlebt und dabei sollte es auch bleiben. Die letzten Tage in Paekakariki waren sonnig und warm und ließen den Sommer schon erahnen. Endlich konnte ich die Stoßdämpfer meines Autos in Paraparaumu auswechseln lassen und musste dafür nur sechs Stunden irgendwie in dem Ort, der nur aus Gewerbegebiet und einem Shopping-Center bestand, herumkriegen. Ich machte noch ein paar kleinere Besorgungen für die Reise (Warehouse war stets meine erste Adresse in Sachen Campingausrüstung und Flipflops) und setzte mich schließlich in einen der Sessel im Gang und las Stolz und Vorurteil auf Englisch. Das war kein einfaches Unterfangen, schließlich war es das Englisch der Zeit Jane Austens. Damit verflogen die Stunden im Nu und ich hatte mein Auto wieder zurück. Die letzte Nacht durfte ich in Vitas Zimmer / Waggon übernachten, da der Purple Palace einen Besucher bekam mit Namen Hiro, einen radfahrenden, weltreisenden Japaner, der sich nun – ein Jahr später – in den USA herumtreibt. Der letzte Abend bei den Frauen war einfach schön. Pippi hatte mit Hilfe ihrer Mutter ein leckeres Abendessen gezaubert und setzte ihre pubertären Wutausbrüche für einen Abend aus, wir tauschten Filmempfehlungen aus und versprachen in Kontakt zu bleiben.

Wellington

Neuseelands Hauptstadt liegt wie fast alle größeren Städte am Meer. Auch wenn es nicht die größte Stadt der Inseln ist, so hält sie beharrlich den Titel der Kulturstadt Neuseelands. Ich fand sie sehr übersichtlich und war auf mich sehr stolz, dass ich es mit meinem großen Auto ohne Probleme durch die mehrspurigen Schnellstraßen und engen, steilen Gassen (ich kann Anfahren am Berg überhaupt nicht leiden) bis in mein Hostel geschafft hatte, ohne irgendwo anzuecken. Das Hostel befand sich auf einem der Hügel Wellingtons und war riesig, doch es hatte schon bessere Tage gesehen. Alles war sehr abgenutzt, die Küche war speckig und die Bäder im minimalen Sauberkeitszustand. Es bot jedoch den großen Vorteil eines großen Parkplatzes für Camperautos, auf dem man in seinem Auto übernachten konnte und somit weniger bezahlte. Ich hielt mich einfach so wenig wie möglich im Haus auf. Von den wenigen Gästen waren die meisten Gastarbeiter und Studenten aus Übersee. Dennoch kam ich mit einem israelischen Backpackerpaar ins Gespräch und wir gingen zusammen am ersten Abend ins Embassy Theatre, um den neuen Film aus dem Harry-Potter-Universum – Fantastic Beasts and where to find them – zu sehen.

Der Film war wie erwartet voller computergenerierter Effekte, die Geschichte nicht überraschend, doch mit einem Augenzwinkern in der Besetzung, verkörperten doch zuletzt Collin Farrell und Johnny Depp in Das Kabinett des Doctor Parnassus ein und die selbe Person: nämlich Heath Ledger in seiner letzten Rolle.

Das Embassy Theatre war das Welt-Premieren-Kino von Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs (dem dritten Teil, für alle, die sich da nicht auskennen) und dem Hobbit. Es wurde 1925 erbaut und erinnerte mich daher etwas an Napiers architektonischen Stil, obwohl es – wie mich Wikipedia belehrte – starke Unterschiede zwischen dem Klassik und dem Art Déco gibt. Egal, es sah einfach edel aus und ich kam mir sehr underdressed vor als wir das Foyer betraten. Doch ein zweiter Blick auf das andere Publikum zeigte, dass dem nicht so war. Dennoch passte auch die Jazz-Bar im Erdgeschoß sehr gut zu der ganzen historisch anmutenden Atmosphäre. Ich liebe einfach diesen Hauch von Glamour aus vergangenen Zeiten. Das israelische Paar war von dem Film nicht sehr begeistert und wir beschlossen als abendlichen Abschluß, noch etwas trinken zu gehen. Wir landeten in der Library Bar und ich bestellte einen Apple Daikiri mit Zimt, um irgendwie anzufangen in Weihnachtsstimmung zu kommen, schließlich war es der erste Dezember.

Te Papa Museum

Am nächsten Tag stand das Te Papa Museum auf meinem Programm. Dies ist das Nationale Museum Neuseelands und erklärt auf vier Etagen sowohl die geologische Geschichte des Landes als auch die botanische und kulturelle. Das Museum lieferte eine Unmenge an Informationen und nach den vier Etagen war ich einfach nur noch ko. Für mich waren vor allem die Maori Ausstellungsstücke beeindruckend. Es gab Hütten zu sehen, die Kleidung und natürlich auch ein paar Waffen. Vor allem wurden jedoch die ersten Verträge zwischen den europäischen Neuankömmlingen und den Maori und das Miteinander betont. Ich hatte das Gefühl die Nation Neuseeland präsentiert hier ihren Entstehungsmythos, mit etwas zu viel betonter Einigkeit und Harmonie, die es so nicht immer gegeben hat. Als Zeichen der Verständigung gab es auch ein modernes Gemeinschaftshaus, das für Maori und Europäischstämmige ausgelegt war. Vor allem bestach es drch seine pastellige Neuinterpretation von Maoritraditionen und weltlichen Symbolen wie der Friedenstaube. Nach dem Museum wollte ich die berühmte multikulturelle und bunte Cuba Street besichtigen, doch viele Cafés und Läden hatten bereits geschlossen. Also wurde es diesmal ein ruhiger Abend.

Vom Te Papa Museum ist mir ein Teil der Ausstellung besonders in Erinnerung geblieben, in dem es um die Verbindung zwischen Menschen und Orten ging. Vielleicht lag es an meiner Situation der nomadisch Reisenden? Das Maori Wort Turangawaewae bezeichnet die starke Verbindung zum Ort, zum Land, zu dem man gehört. Und dazu gab es eine Videoreihe – My Place – über verschiedene Neuseeländer und ihre Verbindungen zum Ort. Das muss nicht unbedingt der Ort der Kindheit oder Geburt sein, sondern einfach der Ort, wo man hingehört. Die Videoreihe zeigte verschiedene Neuseeländer, Maori, Europäischstämmige, Zugezogene und Eingebürgerte. Es lieferte einen interessanten Querschnitt und beleuchtete das Thema Heimat, das im Moment so oft diskutiert wird, auf etwas unkonventionellere Weise.

Herr der Ringe Schauplätze in Wellington

Am zweiten Morgen in Wellington sang jemand vom Nachbargrundstück: „Such a beautiful day“ – was für eine schöne Art am Morgen geweckt zu werden! Und der Tag wurde auch sehr schön. Die Sonne schien und ich widmete mich an dem Tag den Herr der Ringe Schauplätzen in der Hauptstadt. Ich konnte natürlich nicht Wellington hinter mir lassen ohne die Werkstätten der Weta Caves zu besuchen. Hier wurden die Filmrequisiten und Schwerter von Herr der Ringe und Narnia gefertigt, die heute natürlich dort ausgestellt und in Führungen präsentiert werden. Gleich am Eingang stehen normalerweise die Trolle aus dem Hobbit. Doch als ich dort war, ließ ein Zettel verkünden, dass die Trolle gerade im Urlaub seien. Ein Teil der Werkstätten wurde umgebaut und die versteinerten Riesen mussten vorerst weichen. In der Führung wurden wir an zahlreichen Requisiten vorbeigeführt, lernten den Prozess vom Design bis zum fertigen Produkt und ein paar Geschichten aus dem Nähkästchen. Der Guide verstand sein Handwerk ausgezeichnet. Auch wenn ich mir mehr Ausstellungsstücke erhofft hatte – vor allem ein paar Kleidungsstücke – bekam ich glatt das Gefühl, meinen Beruf zu wechseln und dort arbeiten zu wollen.

Eine kleine Einführung in Wie male ich Objekte an, sodass sie wie angelaufenes Kupfer aussehen? bekamen wir gratis: Man nehme das Wunschobjekt und sprühe es mit Goldspray von allen Seiten ein. Anschließend schütte man schwarzbraune Acrylfarbe darüber und wische es, kurz bevor es richtig trocken ist, wieder ab. Mit etwas grün-türkiser Farbe kann man Grünspan immitieren und es in die Ritzen und Ecken schmieren.

Damit nicht genug, besuchte ich den Mount Victoria, den großen Stadtpark in Wellingtons Mitte. Dort suchte und fand ich das Hobbit Versteck, in dem sich die vier Winzlinge vor den Schwarzen Reitern versteckten. So in natura war es etwas ernüchternd. Ich bin selbst nicht die Größte und könnte glatt als Hobbit durchgehen, doch ich hatte wirklich Probleme, mich soweit zu ducken, dass ich mich in der Erdmulde verstecken konnte. Man muss es wohl der seit dem Dreh vergangenen Zeit, dem steten Besucherstrom und der Tatsache zuschreiben, dass für den Film an dieser Stelle ein riesiger künstlicher Baum aufgebaut wurde. Dennoch machte es Spaß Schnitzeljagd ähnlich durch den Park zu spazieren und entsprechende Drehorte aufzuspüren. Zudem hatte man vom Gipfel des Hügels eine wunderbare Aussicht über die gesamte Stadt, die Bucht und den Hafen und sah sogar den Flughafen, der auf legendenumwobener Erde errichtet wurde.

Alte und neue Bekannte

Am späten Nachmittag lief ich am Ufer der Oriental Bay zurück ins touristische Stadtzentrum, traf zufällig ein kanadisches Paar, von dem die Frau als Kellnerin in Napier zu ähnlicher Zeit wie ich gearbeitet hatte. Es sollte mir noch öfter passieren, dass ich anderen Reisenden mehrmals über den Weg laufen würde, und jedes Mal war ich erstaunt über diese kleinen Zufälle. Es war jedoch zu merken, dass die beiden gern allein ihren Abend genießen wollten und so schlenderte ich weiter am Ufer entlang. Dabei stolperte ich über einen Jahrmarkt, der sich Extravaganza nannte und ähnliche Attraktionen bot wie jeder Mittelaltermarkt in Deutschland. Ich wurde eher von den Autos der Schausteller angezogen, denn diese waren kleine Holzpaläste auf Rädern, die in Deutschland keiner noch so gnädigen TÜV-Kontrolle standgehalten hätten.

Am späten Abend traf ich mich schließlich mit Ahmed, einem Freund von Emily, der sich bereit erklärt hatte, mir die Stadt ein wenig zu zeigen. Er war recht halbherzig bei der Sache und erwartete von mir, dass ich mich interessant machte, ähnlich einer Couchsurfing- oder WG-Bewerbung. Obwohl ich es sehr nett fand, dass er sich Zeit für mich nahm, ging das Gespräch nur stockend voran. Erst am Ende als wir zu den unmöglichen Vorurteilen gegenüber ungewöhnlichen Frisuren kamen – er Afro, ich Dreadlocks – schien etwas wie gegenseitiges Verständnis aufzuflackern. Aber egal wie sehr ich Emily mag, irgendwie hatte es an diesem Abend mit Ahmed nicht gepasst. Es ist wohl nicht immer so, dass, wenn zwei einen gemeinsamen Freund besitzen, dass sie sich auch gegenseitig leiden können.

Ahmed erzählte mir, dass man im Hafenbecken von Wellington bei besonders sonnigem Wetter einen großen Rochen sehen kann. Als wir dort entlang schlenderten, war es zu dunkel und auch an den anderen Tagen, bekam ich ihn leider nicht zu Gesicht.

An meinem letzten Tag in Wellington, einem Sonntag, besuchte ich den Underground Market und Sunday Fruit Market an der Uferpromenade. Der erste bot Kunsthandwerk und ungewöhnlichere Souvenirs in einer Tiefgarage an und zweiterer, wie der Name schon sagt, saisonale Früchte. Bei den Souvenirs fand ich nichts passendes und von den Früchten gönnte ich mir eine Mango. Diesmal hatten auch die Läden in der Cuba Street geöffnet (geschlossene Sonntage gibt es in Neuseeland nicht) und bekam endlich alle Geschenke zusammen für mein Weihnachtspaket in die Heimat. Nach der Shoppingtour verbrachte ich noch eine ruhige Zeit in der öffentlichen Bibliothek und fing an den Hobbit zu lesen, natürlich auf Englisch, versteht sich.
Am Montag, den 05. Dezember 2016, nahm ich in den frühen Morgenstunden die Fähre nach Picton auf die Südinsel und hoffte auf einen unvergesslichen Sommer.

2 Antworten zu „Paekakariki und Wellington – ein buntes Haus und eine Hauptstadt am Meer”.

  1. […] – die Weta Caves als Einblick in die Filmindustrie und einen Film im Embassy […]

  2. […] Blockhüttenunterkunft und traf dort zufällig auf zwei niederländische Mädchen, die ich aus dem Hostel in Wellington kannte. Zu uns gesellte sich noch eine Britin und anders als in meiner ersten Nacht an diesem Ort, […]