Als ich in Neuseeland war, erzählte mir Hannah, die ehemalige Österreicherin aus Kerikeri, von der gelbblühenden Pflanze als wäre es eine erstaunliche Neuentdeckung. Zugegebenermaßen ist Topinambur nicht allgemein bekannt. Ich hörte von ihr das erste Mal vor vielleicht fünfzehn Jahren als ich mich etwas intensiver mit der Geschichte der amerikanischen Ureinwohner beschäftigte.
Lustigerweise wuchs seitem immer mal wieder Topinambur wild im Garten und vor kurzem habe ich die Pflanze mit den hellgelben Blüten auch am Straßenrand entdeckt. Manch ein Hobbygärtner nutzt sie als blühende Zierpflanze und hat keine Ahnung, dass man die Kartoffelähnlichen Knollen ebenfalls essen kann. Doch inzwischen kann man sie auch im Supermarkt kaufen und es wimmelt nur so von leckeren Rezepten. Eine einfache Variante wurde von Hannah und dem Vegan Food Blog Bissen für’s Gewissen inspiriert und passt auch sehr gut zu der kälteren Jahreszeit.
Zutaten:
Für 3-4 Portionen
- 6 mittelgroße Topinamburknollen
- 1 große Zwiebel
- 80 g Mehl
- Salz, Pfeffer
- Öl für die Pfanne
- optional: 1 EL Wasser mit 1 EL Sojamehl verrührt (für die Bindung)
Zubereitung:
Reibe Topinambur klein, hacke die Zwiebel und vermenge beides miteinander. Anschließend hebe das Mehl und die Gewürze unter. Du kannst noch Sojamehl mit Wasser verrühren und dazu mischen, um eine bessere Bindung der Zutaten zu gewährleisten.
Lasse etwas Öl in einer Pfanne heiß werden und forme mit nassen Händen etwa Handteller große Fladen aus dem Teig, die du dann in die Pfanne legst. Brate diese auf beiden Seiten goldbraun an. Serviere die Puffer auf einem angerichteten Salat und bestreue sie mit einem geraspeltem Apfel. Als kleines Extra passt auch etwas darübergeträufelter Balsamico dazu.
Guten Appetit!
PS: Ich habe die Topinambur in einem Mixer zu Brei verarbeitet aus Ermangelung einer Reibe und anschließend in einer etwas herzhafteren Variante gegessen.
In Kerikeri, the Austrian woman told me about sunchoke and apple patties like it was a huge discovery. I already knew these tubers that look a bit like potatoes. It always grows in our garden in Germany and sometimes you can even buy them in the supermarket. This year I want to try a recipe that is inspired by Hannah the Austrian and the German Vegan Food Blog Bissen für’s Gewissen.
Ingredients:
For 3-4 Servings
- 6 middle sunchokes
- 1 big onion
- 80 g flour
- salt and pepper
- oil to try
- optional: 1 tbsp water mixed with 1 tbsp soy flour to binden
Instructions:
Grate the sunchokes, chop the onion and mix them together. Add the flour, salt and pepper and maybe the water soy flour mix.
Heat some oil in a pan and, with wet hands, make some flat patties and cook them in the pan till they are golden from both sides.
Serve them on a plate with salad and sprinkle the patties with grated apples and a bit of balsamic vinegar.
Enjoy!
PS: I put the sunchoke into a blender because I had no grater and served it in a more hearty fashion. That was good, too!


