Ich liebe Filme! Irgendwie ist es zu einer Berufskrankheit geworden. Ich habe mich in den letzten fünf Jahren durch mein Studium der Medienwissenschaft natürlich sehr intensiv mit den bewegten Bildern beschäftigt und sowohl Filme als auch Serien analysiert. Zwar brauche ich von Zeit zu Zeit auch einmal eine Pause und mache eine Filmdiät, doch lange hält das meist nicht an und ich verbringe verregnete Tage damit, in andere Welten einzutauchen.
Da bildet mein Jahr in Neuseeland keine Ausnahme und schon auf dem langen, langen Hinflug hatte ich genügend Gelegenheiten mich berieseln zu lassen. Von den über zwanzig Stunden in der Luft habe ich vierzehn mit Filmen verbracht! Ich möchte daher mit der folgenden Liste auch meine mediale Reise und zu jedem Film ein paar Gedanken festhalten. Vielleicht erkennt der ein oder andere ja etwas wieder oder lässt sich für die nahenden Wintertage inspirieren. 😉
Viel Spaß! Und eine kleine Vorwarnung: die Liste ist lang!
- Joy – ein Film über eine starke Frau, der mir half die lokalen Putzgeräte zu verstehen
- The Lady in the Van – irgendwie ein trauriger und seltsamer Film, doch gleichwohl berührend mit einer großartigen Maggie Smith aka Miss McGonagall
- Brooklyn – Eine klassische Auswanderergeschichte, die jeder nachempfinden kann, der einmal zu neuen Ufern aufgebrochen ist
- Sisters – ein völlig verrückter Film, absurd, komisch, ja auch irgendwie lustig
- Pan – wer sich gefragt hat, wie ein Junge in Neverland fliegen lernte, der wird hier die Antwort finden
- Die Minions – diesen Film habe ich irgendwie verschlafen, denn er war wohl einer der letzten Filme während meines Fluges, also muss ich ihn irgendwann nochmal sehen
- Mission: Impossible 5 – ein älterer Tom Cruise und vorhersehbare Aktioneinlagen
- Australia – ein märchenhaftes Epos über den roten Kontinent, tolle Bilder und naja, nicht ganz so realistische Story
- The House of Flying Daggers – klassisches chinesisches Kino mit der sehr eigenen Ästhetik, muss man mögen
- Der Sternenwanderer – was für andere Dirty Dancing oder Titanic ist für mich dieser Film – ein Evergreen, den man nie genug sehen kann
- Doc Hollywood – klassisches Hollywood Kino mit Michael J. Fox mit einigen absurden Szenen, aber unterhaltsam, vor allem die frühen 90er Jahre Klamotten
- Die Akte – diesen Film habe ich auf Englisch gesehen und nur die Hälfte verstanden, ein Verfolgungsfilm über politische Verschwörungen und eine junge Julia Roberts
- Avatar – der Film, der das neue 3D Kino eingeläutet hat, wenn, dann unbedingt auf großer Leinwand oder Bildschirm sehen, Laptop wirkt nicht
- Alles eine Frage der Zeit – ebenfalls einer meiner Lieblinge, romantisch, fantastisch, etwas skurril, traurig und absolut liebenswert
- Grüne Tomaten – ein amerikanischer Film, der sehr vorsichtig von einer Beziehung zweier Frauen in den 1930er-Jahren erzählt
- Ich denke oft an Piroschka – dieser deutsche Film der 50er Jahre wurde in Ungarn gedreht und ist film- und gesellschaftshistorisch sehr interessant, im Prinzip geht’s um einen Ferienflirt
- Prestige – der Film geht immer! Dramatisch, verwirrend, verwickelt und drei überaus gute Schauspieler
- Peggy Guggenheim – eine Dokumentation über DIE Kunstsammlerin des 20. Jahrhunderts, am Ende fragt man sich: wen aus der Szene kannte sie nicht?!
- Lost in translation – ein langsamer Film, melancholisch, sehr gute Darstellung des Verlorenseins in der Ferne, man sollte ihn nicht schauen, wenn man eh schon müde ist
- Avengers – wer sich einen Überblick verschaffen möchte, welche Superhelden der Marvelcomics es gibt, ist hier richtig
- The Game of Thrones (Serie) – eine kurze Wiederholung der ersten Staffel mit französischen Untertiteln, der unbekannte Rest muss nächstes Jahr nachgeholt werden
- Vikings (Serie) – die erste Staffel reicht, um festzustellen, es hat nicht die geringste historische Genauigkeit und scheint eher eine Seifenoper im pseudohistorischen Gewand zu sein
- Wie der Wind sich hebt – das letzte Werk des Animationsfilmmeisters Hayao Miyazaki mit der entsprechenden Tragik und Melancholie
- Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln – eine abgeschlossene Geschichte, von der ich mehr erwartet habe, nette Bilder aber wenig Tiefgang
- Die Legende von Korra (Serie) – der Nachfolger von Aang – Herr der Elemente mit asiatischer Philosophie, Kampfstilen und Steampunkelementen
- Merrida – eine rothaarige schottische Prinzessin, die schneller als der Wind reiten und Bogen schießen kann und die für ihre Selbstbestimmung kämpft?! Meine Heldin!
- John Wick – sehr viele Leute werden umgebracht und eine Geschichte wurde drumherum gebastelt, damit es scheinbar Sinn ergibt
- Her – medienphilosophisch hoch interessant: wo hört die Technik auf und wo beginnt ein individuelles Bewusstsein?!
- I Origins – ebenfalls ein philosophischer Film, ein Gedankenexperiment über Wiedergeburt und die Augen als Tor zur Seele
- Suicide Squad – selbst Schurken können mit der entsprechenden Hintergrundgeschichte Sympathien gewinnen
- Per Anhalter durch die Galaxis – ein Klassiker des Science Fiction, wundervoll komisch und absurd
- Bridget Jones 1+2 – ein modernes Stolz und Vorurteil mit genug Gelegenheiten zum Fremdschämen
- Transcendence – ein anderer Film über künstliche Intelligenz, der eher die Machtgier der Menschen auslotet
- Die Unfassbaren – ein Mind Game Movie rund um Magie und Illusion
- Mad Max: Fury Road – als hätten ein paar Leute von Burning Man Festival beschlossen einen Kinofilm zu drehen, abgefahren im wahrsten Sinne
- Die Reise ins Labyrinth – Fantasy mit David Bowie und ein Film so alt wie ich selbst
- Sherlock Holmes 2 – gute Unterhaltung mit einem Mix aus Sherlock Holmes und Steampunk
- Prisoners – nervenaufreibend mit der Frage: wie weit würde man gehen?!
- The Dressmaker – ein unfassbar unvorhersehbarer Film mit wunderschönen Kleidern
- Magic Mike – naja, was will man da sagen…ich war jung und brauchte das Geld?!
- Bad Neighbors – ich hab darauf gewartet, dass der Film irgendwann nochmal einen Sinn ergibt
- Alle Mörder sind schon da – ein Film gewordenes Cluedospiel mit alternativen Enden
- Die Kamine von Green Knowe – eine britische Geistergeschichte
- Rapunzel – seither sehe ich Pfannen mit anderen Augen und möchte auch mal zu so einem Lichterfest
- Aladdin – es ist so lange her, dass ich den Film das letzte Mal gesehen habe und so war einiges wieder neu
- Wild – eine Literaturverfilmung von einer, die auszog zu wandern
- Ironman 1 – 3 – ich mag den sarkastischen Robert Downey Jr.
- Midnight Special – Science Fiction abseits des klassischen Hollywood Dramas, fast schon osteuropäisch anmutend
- Der Herr der Ringe 1 – 3 – da war ich schon und da will ich hin : Reiseinspirationen inkl. umfangreiches Fanwissen seitens meiner Mitzuschauerin
- Der Prinz von Ägypten – ein christlicher Disneyfilm , emotional, doch das Ende ist eigentlich erst der Anfang oder?!
- Die Braut des Prinzen – auch ein Klassiker mit Buttercup und dem Piraten Roberts und einem kaum wiedererkennbaren Mandy Patinkin, aktuell zu sehen in der Serie Homeland
- Das letzte Einhorn – 1000 mal gesehen und doch wieder mit neuen Augen betrachtet und festgestellt, dass Peter S. Beagle zu diesem und dem Animationsfilm von Herr der Ringe das Drehbuch schrieb
- Der Weg nach Eldorado – absolut unrealistische Geschichte, aber lustiger Schlagabtausch der Hauptfiguren
- Hänsel und Gretel: Hexenjäger – das altbekannte Märchen als Erwachsenenvariante und hier gilt sicher: Team Edward!
- Wenn Träume fliegen lernen – die Geschichte des Autors von Peter Pan, die zeigt: der Weg ins Reich der Fantasie führt übers Herz
- Der Glöckner von Notre Dame – lang lang ist’s her, doch ich kann immer noch verstehen, dass ich Esmeralda bewunderte für ihren Mut und angenervt war, dass sie dem großen blonden Typen den Vorzug gab
- The Great Gatsby – hab ich sogar zweimal gesehen, er passt einfach so schön zur Art Deco Stadt Napier
- Wild Child – ein typischer Teenie Film, aber was soll’s, muss eben auch mal sein


3 Antworten zu „Gesammelte Filme”.
Ich bin beruhigt, dass ich ungefähr 2/3 oder vielleicht sogar 3/4 deiner Liste bereits selbst gesehen habe! 😀 Schöne Zusammenfassung! Aber dass du Magic Mike guckst, hätte ich echt nicht gedacht!! 😀 😉
Wozu man so gezwungen wird, wenn man im Hostel einen Filmabend macht! 😉
[…] der sonnigen Lage Napiers im Winter dann doch häufiger waren, las ich englische Romane oder schaute Filme von der Festplatte im Fernsehraum. So passierte es, dass ich in meiner Zeit in Napier den Film The Great Gatsby drei […]